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Innovation - auch mit blumigen Ausdrücken wie Design Thinking bleiben Geistesblitze die zentrale Herausforderung

Innovation visualisiert: Apfelbaum in der Wüste Links sehen Sie ein von mir mit Hilfe von KI generiertes Bild. Bin ich innovativ, weil ich KI als innovative Technologie nutze? Wohl eher nicht. Vielleicht handelt es sich immerhin noch um einen kreativen Akt, weil ich ein originär in meinem Kopf entstandenes Bild durch Prompting habe real werden lassen? Vielleicht. Auf jeden Fall habe ich KI einfach nur als Werkzeug benutzt, KI konsumiert.
Was also ist Innovation im Kontext von Wirtschaftsbetrieben? Die Antwort wird sich eng an die Idee vom Erfinder des Wortes, Joseph Schumpeter, anschmiegen müssen: Unter Innovation verstehen wir eine am Markt erfolgreich umgesetzte, neuartige Idee. Erster Schritt ist also immer die grundlegend neuartige Idee. Oder aus einer anderen Perspektive betrachtet:

„Def. 'Echte Innovation': wenn man (1) ein Problem erfindet, das niemand hatte, es (2) schwer kopierbar löst und (3) viele gerne für die Lösung Geld ausgeben.“

Der Punkt (1) ist klassischerweise Aufgabe von Marketing und Produktmanagement, (2) geht an die Technik. Haben beide ihren Job gut gemacht, hat (3) der Vertrieb leichtes Spiel. Wieviel Stück hättens denn gern?
Wer jünger als 25 Jahre ist, verfügt typischerweise über die für Ideenreichtum sehr hilfreiche sog. „Fluide Intelligenz“. Älteren bleibt meist nur noch die sog. „Kristalline‑Intelligenz“. Die Kreativitätsforschung hat eine ganze Reihe an Möglichkeiten herausgefunden, die auch kristallinen Denkern Ideenreichtum eröffnet: Kreativitätstechniken. Der Hype um „Design Thinking“ ist zwar (unberechtigterweise) vorbei, aber vielleicht erinnert sich der eine oder die andere noch an das zentrale Element „Kreativitätstechnik“, um das auch dort kein Weg herumführt. Zumindest nicht, wenn systematische Innovationsfähigkeit im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses KVP das Ziel ist. Wollen wir nicht mit dem globalen Wettbewerb andauernd um die Wette hecheln, wird ein hochwertig installierter Innovationsprozess zum Mittel der Wahl. Ein Workshop mit der Anwendung von Kreativitätstechniken „funktioniert“ dabei allerdings nicht in der Weise, in der ein Auto auf Befehl anspringt. Auf Gewissenhaftigkeit und Kosten minimierende Null‑Fehler‑Produktion getrimmte Manager und Meister aus der Produktion sind auch nicht als ausschließliche Teilnehmerschaft sinnvoll. Im ersten Schritt wird es darum gehen, die psychologische Basis echter Innovationsfähigkeit als Eigenschaft des soziotechnischen Systems „Firma“ zu vermitteln. Es werden Ausdrücke wie „Aktive Langeweile“, die wissenschaftlichen Belege und dann die kompetente Nutzung des Phänomens Raum erhalten müssen. Vorab schon einmal: wir können lediglich im Laufe der Zeit einem kontinuierlich wachsenden Ideenreichtum, persönlich oder in der Organisation, den Weg ebnen. Klar, KI kann uns sowohl behindern als auch bei kompetentem Einsatz stark unterstützen. Ein integrativer Ansatz ist gefragt, der keinesfalls im Verdacht stehen kann, irgend jemanden den Job zu kosten.

„Dr. Brackenreid, Manager des Projekts 'Leuchte' merklich ungehalten zu Teammitglied A. Edison 😡: Bis wann werden Sie ENDLICH die Glühbirne erfunden haben?“

Betrachten wir es einmal so: der Aufwand zum Ausentwickeln eines weiteren Produktes, vielleicht auf Basis einer frisch am Markt erschienenen Komponente oder Technologie, ist ziemlich aufwendig. Und der ganze Wettbewerb bekommt diese Möglichkeiten genau so wie Sie auf dem Silbertablett präsentiert. Nachhaltiger Vorsprung ist mit dieser Strategie kaum zu erwarten. Dann doch lieber einen Innovationsschritt vorschalten. Nur so ein Gedanke, natürlich.

Wenden Sie sich an den Ingenieur und Wirtschaftspsychologen Ihres Vertrauens 😉, um diesen Prozess zu starten und kontinuierlich im Sinne der Geschäftsziele zu betreiben. Sobald Sie akkzeptieren, dass Kreativitätstechniken der strukturierte Weg zu Ideenreichtum sind, sollten wir miteinder in Kontakt kommen, meine ich. Es gibt sehr viele Wege, Techniken wie Brainstorming, Design Thinking, die Morphologische Box und viele mehr disfunktional anzuwenden. Für einen zügig zielführenden Einsatz erweist sich die Kombination aus praxiserfahrenem Ingenieur mit wirtschaftspsychologischer Fachkompetenz auf M.Sc.-Niveau als recht nützlich. Eigentlich logisch. Die Herausforderung liegt, wie so oft, im Wörtchen „eigentlich“ 😉: es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

Reden wir jetzt darüber!