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UML - Unified Modeling Language: Diagramme für ein gemeinsames Verstehen und koordiniertes Handeln

Unterschiedliche Typen mit dem selben Ziel: ein Team Na ja, eigentlich könnte man UML auch mit „Unifying Modeling Language“ übersetzen. Denn richtig eingesetzt, liefert sie einen guten Beitrag für ein berechtigtes „Wir‑verstehen‑uns‑Gefühl“ während des gesamten Software Development Life Cycles SDLC. UML bietet einen von mehreren Puzzlesteinen dazu, unterschiedlichste Stakeholder-Typen am gleichen Strang ziehen zu lassen. no-UML-Beispiel
In der Praxis sieht es allerdings oft ganz anders aus: Manche Leute visualisieren schnell mal einen Sachverhalt mit Hilfe von formatlosen Skizzen, gerne auch in den ungeliebten Dokumentationen. Ganz spontan aus dem Bauch heraus. Werfen wir dazu einen Blick auf die maximal einfache Skizze mit den zwei Rechtecken und dem Pfeil. Soll von A eine Information in Richtung B fließen? Meint die Skizze, dass A eine Anfrage an B sendet mit der Anforderung einer Information? Stecken definierte Aussagen in Pfeilform und Linienart oder regiert der Zufall? Wenn nicht, welche Aussagen sind vereinbart? Wirkt A ursächlich auf B ein? Nimmt A B wahr? Oder geht es um eine zeitliche Abfolge, erst A, dann B? Oder was sonst? Und was genau bedeuten solche Unklarheiten für die Wartung einige Monate und Jahre später? Die seit Äonen veralteten Flussdiagramme sind für eine moderne SDLC‑Betrachtung auch keine Lösung.

„Das Klassendiagramm: Es ist wie das Organigramm einer Adelsfamilie, bei dem jeder Kasten penibel zeigt, wer von wem erbt, wer wen kontrolliert und welche Geheimnisse streng privat bleiben. “
Szene‑Erkenntnis

Genau in diesem Sinne setzt UML seine 14 wohldefinierten Diagrammtypen zu einem architekturalen Gesamtbild zusammen:

UML stellt den recht tauglichen Versuch dar, aus dem Wildwuchs bisheriger Ansätze die langfristig sinnvollsten Möglichkeiten in eine Gesamtstruktur zu bringen. Klar, man wünscht sich jede Menge mehr klar definierte Symbole und Beziehungen. Dazu wird UML, so wie es aussieht, weiterentwickelt und bietet die Möglichkeit, eigene Definitionen zu ergänzen. Diese sollten allerdings (a) klar dokumentiert und (b) sauber so definiert sein, dass sie auch von neuen Personen in drei Jahren zügig, unzweifelhaft korrekte interpretiert werden. Sie werden bemerken, dass diese Aufgabe unterschätzt wird: wie z.B. lauten die Kriterien an eine taugliche, nützliche Definition? Auch bedeutet die Einführung von UML natürlich eine zeitliche und damit auch finanzielle Investition: ein kleiner Lernprozess wird erforderlich sein. Während dessen ist es gerade die freundliche Auseinandersetzung, das gemeinsame Ringen um einen richtigen Einsatz von UML zur Visualisierung von Zusammenhängen, was die entscheidende Verarbeitungstiefe, Anwendungskompetenz und das wünschenswerte Gemeinschaftsgefühl hervorruft.

Training oder Moderation gefällig? Reden wir jetzt darüber!